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Von Tag zu Tag – Heute vor 100 Jahren

18. November 1917

Verladung russischer Kriegsgefangener am Bahnhof
Verladung russischer Kriegsgefangener am Bahnhof von Stryj (Galizien), 1915; © dform

Am Vormittag des 18. November 1917 ereignete sich ein schwerer Unfall am Wiener Ostbahnhof. Während Kriegsgefangene Verladearbeiten durchführten, brachen plötzlich einige von ihnen bewusstlos nieder. Ein rasch herbeigerufener Arzt stellte bei ihnen eine schwere Vergiftung fest: "Die Kriegsgefangenen haben in der Meinung, Alkoholgetränke finden zu können, ein Fass, das Chloroform enthielt geöffnet und von dem betäubenden Gifte getrunken, ohne durch den durchdringenden Geruch gewarnt zu sein." Von den sieben betroffenen Gefangenen verstarben zwei an Ort und Stelle.

Mit der Fortdauer der Kampfhandlungen machte sich der Arbeitskräftemangel in allen am Krieg beteiligten Staaten immer stärker bemerkbar, sodass verstärkt Kriegsgefangene zu Arbeitsdiensten eingeteilt wurden. Zur Jahreswende 1916/17 waren in Österreich-Ungarn etwa 70 bis 80 Prozent der gefangenen gegnerischen Soldaten im Arbeitseinsatz. Vor allem in der Agrar- und Kriegsindustrie wurde vermehrt auf den Einsatz  Kriegsgefangener gesetzt, sie waren aber auch an größeren Bahnhöfen im Einsatz.

Link:
Sieben Kriegsgefangene durch Chloroform vergiftet (Illustrierte Kronen Zeitung vom 19. November 1917)

17. November 1917

Werbeanzeige des Haydn Kinos
Werbeanzeige des Haydn Kinos; © Neues Wiener Journal vom 17. November 1917

Wie viele andere kulturelle Etablissements warb auch das 1914 ursprünglich als Theater eröffnete Haydn-Kino medial um Aufmerksamkeit. Für den Film "Der tanzende Tor" hatte das Haydn-Kino, heute ein auf englischsprachige Filme spezialisiertes Kino, das alleinige Aufführungsrecht für den 6. Und 7. Bezirk. "Der tanzende Tor" war ein Stummfilmdrama mit dem damals als Filmstar gefeierten Dänen Waldemar Psilander in der Titelrolle. Als Zweitfilm wurde eine Folge von Victor Bergdahls schwedischer Zeichentrickserie "Kapitän Grogg" gegeben.

Durch den Krieg verringerte sich in Österreich-Ungarn und Deutschland der Einfluss der Filmwirtschaften der Kriegsgegnerstaaten. Das bedeutete einen Rückschlag für die Filmgroßmacht Frankreich, bot aber für die Mittelmächte die Gelegenheit zur Förderung ihrer eigenen Filmproduktion: In Deutschland entwickelten sich die ursprünglich zu Kriegspropagandazwecken gegründeten UFA-Studios in der Zwischenkriegszeit zu einer der weltweit wichtigsten Filmproduktionsstätten. Und in Österreich entstand im 7. Wiener Gemeindebezirk in der Neubaugasse das "Filmviertel", wo bis 1938 fast alle Filmfirmen ihren Sitz hatten und in fast jedem Haus ein Filmverleih, ein Produktionsbüro oder ein Film-Café untergebracht war.

Links:
Eröffnung des Haydn-Kinos (Der Kinobesitzer vom 1. September 1917)
Als Victor Bergdahl Kapitän Grogg porträtierte (Animationsfilm aus dem Jahr 1917, in dem "der echte" Bergdahl die Hauptrolle spielte)

16. November 1917

Hoher Besuch bei Kriegsinvaliden im Spital
Die spätere Kaiserin Zita (x), Erzherzog Karl Stephan, Oberstabsarzt Hans Spitzy und drei Damen besuchen im Sommer 1915 Kriegsinvalide im Wiener Reservespital Nr. 11; © Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

Am 16. November berichtete die Eggenburger Zeitung vom Begräbnis des Austauschinvaliden Johann Knapp, der es aufgrund der Strapazen, die er in russischen Kriegsgefangenschaft durchlitten hatte, nicht mehr bis in seinen Heimatort Pernegg in der Nähe der niederösterreichischen Stadt Horn schaffte, und im tschechischen Kolin verstarb.

Austauschinvalide aus Russland wurden wochen- und manchmal monatelang aus den zumeist weit im Osten Russlands gelegenen Kriegsgefangenenlagern mit der Eisenbahn über Moskau, St. Petersburg, Finnland (das damals zu Russland gehörte) bis an die weit im Norden liegende schwedische Grenze bei Haparanda gebracht, von wo sie das neutrale Schweden bis ganz nach Süden durchquerten, um mit dem Schiff von Trelleborg nach dem deutschen Sassnitz auf der Insel Rügen überzusetzen, von wo es mit dem Zug weiter nach Österreich ging. Dort wurden die Invaliden von hochrangigen Angehörigen der Armee und des Kaiserhauses begrüßt. Der Austausch im Westen verlief viel weniger aufwändig über die neutrale Schweiz.

Austauschinvalide wurden von den jeweiligen Kriegsgegnern unter der Annahme ausgetauscht, dass diese nach ihrer Rückkehr in die Heimat nicht mehr an der Front eingesetzt würden. In der Regel verhielt es sich auch so, allerdings wurden vereinzelt Invalide, die sich gut erholt hatten, neuerlich in die österreichisch-ungarische Armee einberufen. Im Sommer 1917 kursierten in diesem Zusammenhang Gerüchte, dass ein russischer Befehl existiere, nach dem reaktivierte Kriegsinvalide, die von Russland an Österreich übergeben worden waren, bei neuerlicher Gefangennahme durch die russische Armee, kriegsrechtlich erschossen werden sollten.

Link:
Pernegg (Eggenburger Zeitung vom 16. November)

15. November 1917

Mittelschüler mit ihren Professoren vor dem Deutschmeisterdenkmal in Wien
Mittelschüler polnischer und ukrainischer Nationalität, die an den Militärabiturientenkursen in Wien teilnahmen, mit ihren Professoren vor dem Deutschmeisterdenkmal an der Wiener Ringstraße; © Das interessante Blatt vom 15. November 1917

Im Herbst 1917 fand der 8. Militärabiturientenkurs für junge Soldaten aus den polnischen und ukrainischen Teilen der Monarchie statt. Die jungen Männer mussten die 7. Gymnasialklasse absolviert haben, um an den Kursen teilnehmen zu dürfen, und im Anschluss daran die Reifeprüfung zu absolvieren. Die Kurse für junge polnische k.u.k. Soldaten wurden auf Betreiben eines Gymnasialdirektors aus Stanislau (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) vom niederösterreichischen Landesschulrat organisiert.

Seit Oktober 1914 bestand auch die Möglichkeit einer "Kriegsmatura" auf freiwilliger Basis. Diese formal erleichterte Reifeprüfung wurde Gymnasiasten nach Absolvierung der 7. Klasse angeboten, damit sie schon im Alter von 17 in die Armee einrücken konnten. Die "Kriegsmatura" wurde bis zum Ende des Krieges 1918 von zahlreichen jungen Männern angenommen.

Link:
Militärabiturientenkurse in Wien (Das interessante Blatt vom 15. November 1917)

14. November 1917

Waisenhaus in Linz
Ein Waisenhaus in Linz im Herbst 1914; © Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

Einen Monat vor Weihnachten wandte sich der Feldkircher Jugendfürsorgeverein an die Öffentlichkeit, um Spenden für die Weihnachtsfeier für bedürftige "Kriegerwaisen" zu sammeln, deren Väter im Krieg gefallen waren: "Große Mittel sind hiezu erforderlich, weshalb an die Öffentlichkeit wieder die Bitte gerichtet wird, durch ihren Opfersinn unserer gefallenen Helden und ihrer Hinterbliebenen zu gedenken. Jede kleine Gabe ist ein Beitrag für die winterliche Ausstattung eines Kriegswaisenkindes. Bei der Bescherung werden nur bedürftige Kriegerwaisen berücksichtigt, damit ja nicht zu deren Nachteil die gesammelten Mittel zersplittert werden." Spenden konnten in den Magistraten und den Seelsorgeämtern in ganz Vorarlberg abgegeben werden.

Noch trauriger war das Schicksal der Kinder im städtischen Waisenhaus von Feldkirch: "Die Kinder im städtischen Waisenhaus müssen die Liebe der Eltern entbehren, einsam stehen sie in der Welt und alle Sorgfalt der Waisenhausschwestern kann ihnen nur ein kleiner Ersatz sein für die Herzenswärme des Elternhauses. Doppelt schwer würden die Waisenkinder ihr Los des Verlassenseins empfinden, wenn der Weihnachtsmann vorüber ginge ohne auch bei ihnen Einkehr zu halten." Deshalb rief auch das Waisenhauskomitee zu Spenden auf, um eine Weihnachtsbescherung zu ermöglichen.

Links:
Weihnachtsbescherung bedürftiger Kriegerwaisen in Tirol und Vorarlberg (Feldkircher Anzeiger vom 14. November 1917)
Weiterlesen: Die Kriegskinder des Ersten Weltkriegs

13. November 1917

Anna Boschek, Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht
Anna Boschek, Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht und Herausgeberin der Arbeiterinnenzeitung, um 1920; © Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

Am 13. November 1917 veröffentlichte die von Anna Boschek herausgegebene Arbeiterinnenzeitung die Beschlüsse der sozialdemokratischen Frauenkonferenz, in der Anna Boschek eine führende Rolle spielte. Unter anderem wurde das Frauenwahlrecht thematisiert und dabei auf das revolutionäre Russland verwiesen, das dieses bereits eingeführt hatte: "Dadurch ist aber auch die Frage des Frauenwahlrechtes allerorts eine dringende Gegenwartsfrage geworden und das um so mehr, als in den vorgeschrittensten Staaten den Frauen bereits politische Rechte eingeräumt sind und das vom Zarismus befreite Rußland jedem Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechtes das gleiche Wahlrecht vom 20. Lebensjahr verleiht!" An die Mitglieder der eigenen Partei wurde appelliert: "Deshalb fordern wir die Genossen und die Genossinnen auf, nicht zu ruhen, bis sie dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht aller Staatsangehörigen vom zwanzigsten Lebensjahr an zum Sieg verholfen haben."

Ein Jahr später sollte es endlich soweit sein: Am 12. November 1918 wurde das allgemeine und gleiche Frauenwahlrecht auch in Österreich eingeführt, wobei das Wahlalter mit 20 Jahren festgelegt wurde. Heute beträgt es 16 Jahre. Damit ist Österreich unter den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union das einzige Land, das 16-Jährigen auf allen Ebenen das aktive Wahlrecht einräumt.

Die 1874 geborene Anna Boschek, die aufgrund ihrer Armut bereits als elfjähriges Kind in einer Perlenbläserei arbeiten musste, wurde 1919 als eine der ersten Frauen in den Nationalrat der Republik Österreich gewählt. Heute ist der Anna-Boschek-Hof im 10. Wiener Gemeindebezirk nach ihr benannt.

Links:
Frauenwahlrecht (Die Arbeiterinnenzeitung vom 13. November 1917)
Weiterlesen: Frauenwahlrecht in Österreich

12. November 1917

Flüchtlingsfürsorge im Ersten Weltkrieg: Kleiderausgabe im Lager
Flüchtlingsfürsorge im Ersten Weltkrieg: Kleiderausgabe im Salzburger Lager Lamprechtshausen, um 1915; © Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

Dass Ressentiments gegenüber Flüchtlingen nicht erst im 21. Jahrhundert entstanden sind, zeigt ein Leserbrief im Salzburger Volksblatt vom 12. November 1917: "Der Skandal im k.k. Studiengebäude" handelte von der angeblichen Bevorzugung von Flüchtlingen aus den italienischen Teilen der Monarchie, die im 2. Stock eines Salzburger Schulgebäudes untergebracht waren, der über elektrische Beleuchtung verfügte, während im Erdgeschoss "Schüler und Professoren an düsteren Tagen vollständig im Dunkeln sitzen" mussten.

An die Regierungsvertreter gewandt hieß es: "Uns verwundert nur, daß die Professoren unter diesen skandalösen Umständen noch weiter unterrichten wollen. Wir Eltern aber, die doch auch noch Schulgeld zahlen müssen, protestieren gegen die Indolenz der Regierung bezw. gewisser Herren, die sich für besondere Flüchtlingsfürsorge auf Kosten unserer Jugend einen Orden ins Knopfloch stecken wollen."

Beamte wie Private stießen hinsichtlich der Flüchtlingsversorgung während des Ersten Weltkrieges immer wieder auf heftigen Widerstand von Lokalbehörden. Appelle, das Los der Flüchtlinge zu erleichtern, verhallten oft ungehört.

Links:
Der Skandal im Salzburger Studiengebäude (Salzburger Volksblatt vom 12. November 1917)
Weiterlesen: Fremd im eigenen Land

11. November 1917

Frauen arbeiten im Landes-Verteidigungskommando Tirol
Frauen arbeiten im Landes-Verteidigungskommando Tirol, Aufnahme vom 15. August 1917; © Österreichische Nationalbibliothek, Bildarchiv

Während der Krieg immer länger dauerte und immer mehr Männer in die Armee einberufen wurden, nahmen Frauen vormals männlich dominierten Arbeitsplätze ein. Sie arbeiteten nicht nur in Büros, sondern unter anderem auch als Briefträgerinnen, Schaffnerinnen und Fabriksarbeiterinnen.

Zahlreiche Frauen nahmen diese Veränderungen zum Anlass, politische Rechte zu fordern, aber es waren auch zunehmend männliche Stimmen zu vernehmen, die den Ausschluss der Frauen vom politischen Leben als nicht mehr zeitgemäß beschrieben.

Die Journalistin Ida Barber, die für die "Illustrierte für die vornehme Welt" Sport und Salon schrieb, drückte in ihrem Text "Frauen von heute" vom 11. November 1917 ihre Verwunderung, aber auch Bewunderung, über die sich ändernde Rolle der Frauen aus, allerdings ohne politische Konsequenzen zu fordern.

"Modedamen", schrieb Ida Barber, wüssten nichts mehr von "Langweile, Migräne, Hysterie (…) sind von früh bis spät auf dem Posten, ohne Müdigkeit zu fühlen." Als Beispiel führte sie die "Modedame" Frau von S. an: "Da mußte ehedem alles bis aufs i-Tüpferl genau der letzten Mode entsprechen, alles 'tip top' sein; sonst hätte man es nicht gewagt, unter die 'Leute' zu gehen; und jetzt? 'Ist mir sehr schnuppe', sagte mir unlängst die als Modedame bekannte Frau v. S., als ich sie darauf aufmerksam machte, daß sie in einfachem Wollkleide, wie sie eben aus dem Vereinslokale kam, in dem Soldatenwäsche genäht wurde, nicht ins Theater gehen könne. 'Habe jetzt ganz was anderes zu tun, als mich zu putzen', sagte sie leichthin; 'die Zeiten, in denen wir Frauen Modepuppen waren, sind vorbei."

Links:
Frauen von heute (Sport und Salon vom 11. November 1917)
Weiterlesen: Frauen im Ersten Weltkrieg. Einsatz an der Heimatfront (PDF) 

10. November 1917

Die Schauspielerin und Sängerin Mimi Kött
Mimi Kött, Soubrette des Wiener Bürgertheaters; © Der Humorist vom 10. November 1917

Im Herbst 1917 wurde die Operette "Brüderlein und Schwesterlein" zum 100. Mal in Wien aufgeführt. Das Magazin Der Humorist führte den Erfolg der "bodenständigen Wiener Operette" vor allem auf die guten Darstellerinnen und Darsteller zurück. Über die aus Budapest stammende Soubrette, die "fesche, begabte und beliebte" Mimi Kött, urteilte das Blatt, dass sie "auf ihren schönen Schultern leicht und graziös die Last der Doppelrolle als Fritz und dessen Schwesterlein" trage.

Nach Engagements in Budapest und Olmütz, wurde Mimi Kött an das Wiener Johann Strauß Theater in der Favoritenstraße 8 vermittelt (mittlerweile durch einen Neubau ersetzt). Sie galt als eine begabtesten Operettendarstellerinnen ihrer Zeit und feierte auch als Revue-Star in den 1920er-Jahren große Erfolge.

Die wohlhabende Künstlerin, die im mondänen Rainer-Hof in der Wiedner Hauptstraße 23 lebte, und eine Villa in Bad Ischl besaß, bereiste ganz Europa und war in der Wiener Gesellschaft sehr beliebt. Unter ihren zahlreichen Liebhabern und Ehemännern befand sich sogar ein albanischer Prinz. Allerdings litt Mimi Kött an einer Morphiumsucht, die sie zum Rückzug von der Bühne zwang. In der Folge litt sie an Depressionen und nahm sich am 10. Februar 1931 das Leben.

Link:
Mimi Kött (Der Humorist vom 10. November 1917)

9. November 1917

Zwei zivilinternierte Österreicher in England
Die Niederösterreicher Josef Riedl und Franz Hable auf der Isle of Man; © Eggenburger Zeitung vom 9. November 1917

Alle vor Kriegsbeginn 1914 zivil in England lebenden deutschen und österreichischen Männer – Frauen und Kinder sollten verschont bleiben – wurden ab Mai 1915 in Lagern interniert. Der Großteil von Ihnen auf der isolierten Isle of Man. Das war der Grund dafür, dass der aus Deinzendorf stammende Josef Riedl im Lager Knockaloe auf der Isle of Man Franz Hable kennenlernte, dessen Heimatort Schrattenthal nur 2 Kilometer von Deinzendorf entfernt zwischen den niederösterreichischen Gemeinden Eggenburg und Retz liegt. Beide arbeiteten zu Kriegsbeginn in London als Kellner und wurden 1915 als Angehörige eines verfeindeten Landes von den britischen Behörden interniert.

Im Gegensatz zu Kriegsgefangenen wurden Zivilinternierte nicht zu Arbeit verpflichtet und durften sich kulturellen und sportlichen Dingen widmen (im Lager Knockaloe gab es 19.000 deutschsprachige Bücher und es wurden verschiedene Weiterbildungskurse angeboten), allerdings wurde aus den Lagern oft über Langeweile berichtet.

Auf der Isle of Man befand sich das größte Internierungslager in Großbritannien, in dem zeitweilig bis zu 30.000 Österreicher und Deutsche auf einmal festgehalten wurden. Zwischen dem Haupt- und dem Nebenlager verkehrte eine Eisenbahn und es gab ein eigenes Postamt, das Lager-Briefmarken ausgab (5 solcher Briefmarken wurden 2014 um bis zu 1.300 britische Pfund versteigert).

Link:
Interniert. (Eggenburger Zeitung vom 9. November 1917)